How to: Nudeln

Sie machen glücklich und sind Teil von unglaublich vielen Gerichten: Nudeln.
Es soll Menschen geben, die keine Nudeln mögen. Das kann und werde ich nicht verstehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Abneigung nicht an Nudeln selbst liegt, sondern an einem tief sitzenden Kindheitstrauma, das etwas mit verkochten Spaghetti zu tun haben muss.
Auf diese sechs Tipps habe ich bis jetzt immer geachtet und auch die meisten Menschen, die mir in meiner Kindheit Nudeln zubereitet haben. Vielleicht heilen sie den ein oder anderen von der Nudelabneigung.

1. Geschmack statt Verpackung

Es ist wirklich nett von den Herstellern, dass sie Kochzeiten auf die Verpackungen schreiben. Ich suche die kleine Minutenangabe eigentlich nie. Das einzige, was bis jetzt wirklich in bissfesten Nudeln resultierte, war es, ab und zu eine Nudel aus dem kochenden Wasser zu fischen und zu essen.
Wer absolut kein Zeitgefühl für seine Nudeln entwickeln kann, sollte einfach grob 5 Minuten warten und ab dann seine Testläufe starten.

2. Geduld statt Labbernudeln

Besonders bei Spaghetti und Co. gilt: das Wasser muss erst richtig kochen (also sprudeln, nicht seicht vor sich hin blubbern), dann kommt je nach Topfgröße etwas Salz hinzu und danach folgen die Nudeln.

3. Wasser statt Öl

Passt man nicht auf, hat man statt Nudeln einen riesigen Klumpen Teig im Sieb. Am besten ist es immer, die Nudeln nach dem Kochen sofort mit der Soße zu vermengen. Dann klebt die Soße so richtig an den Nudeln und keiner kann sich übermäßige Soßenmengen unter den Nagel reißen. Wenn das aber aus einem traurigen Grund nicht geht, ist es immer besser, die Nudeln mit kaltem Wasser ab zu schrecken, anstatt Öl oder Butter unter zu mischen. So hat man trennbare Nudeln, die immer noch Soße aufnehmen können.

4. Dinkel statt Weizen

Dinkelnudeln sind mittlerweile genauso teuer wie ihre Weizenfreunde, aber um einiges gesünder. Natürlich stirbt man nicht vom regelmäßigen Weizennudelessen – aber beide Sorten schmecken ziemlich gleich. In der Drogerie gibt es zum Beispiel eine gute Auswahl an günstigen Dinkelnudeln. Einfach mal vorbei gucken.
Und wenn wir schon auf der Gesundheitsschiene sind: zu manchen Soßen passen Vollkornnudeln viel besser, sind sättigender und haben mehr gesunde Nährstoffe.

5. Herd statt Mikrowelle

Von Nudeln macht man grundsätzlich zu viel. Für dieses Problem hab ich auch keine Lösung. Aber wenn einige trockene Nudeln im Kühlschrank enden müssen, obwohl sie sich auch in diesem Fall mit Soße wohler fühlen würden, habe ich ein klares Argument gegen die Mikrowelle.
Will man die Nudelreste von gestern wieder aufwärmen, werden sie in der Mikrowelle nur befremdlich matschig, außen viel zu heiß und bleiben innen kalt. Es wertet die Situation um einiges auf, wenn man schnell eine Pfanne mit Öl und Gewürzen, Zwiebeln, Knoblauch, Kürbiskernen,… auf den Herd stellt und die Reste schnell anbrät.

6. Dinkel statt Ei

Dieser Punkt ist natürlich -wie jeder andere dieser Punkte auch- Geschmackssache. Aber ich finde, Nudelteig und Eier sollten ihre Beziehung beenden. Nudeln ohne Ei schmecken so viel besser und bekommen auch viel einfacher eine gute Konsistenz. Wer bei selbstgemachten Nudelteig Probleme hat, weil er zerfällt kann einfach Dinkelmehl benutzen, das klebt besser. So ist Ei als Bindemittel überflüssig.

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